Musikanten aus Reutte · Tirol

Die singende Engel‑Familie

Ein Tiroler Familienensemble, das ab den späten 1940er‑Jahren mit eigenständigen Programmen auftrat, über Jahrzehnte international tourte und für außergewöhnliche Vielseitigkeit bekannt wurde – bis hin zu über 60 eingesetzten Instrumenten.1

Herkunft
Außerfern · Reutte (Tirol)
Konzertzeit
ab 1946, Reisen bis 19821
Markenzeichen
Stubenmusik, Gesang & Klangfarbenreichtum

Hinweis: Diese Onepage versteht sich als Archiv‑/Portrait‑Seite. Aktuelle Kontakt‑ oder Booking‑Infos können unten ergänzt werden.

Familienfoto / Bühnenfoto der Engel‑Familie (Platzhalter)
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Überblick

Unter dem Namen „Engelkinder aus Reutte“ trat die Formation 1948 erstmals mit einem eigenen Konzertprogramm in Vils auf – später wurde daraus die Engel‑Familie.12

Ein prägender Schritt war die Übersiedlung der Familie: Fritz und Margarete Engel zogen im März 1944 mit ihren damals sechs Kindern von Innsbruck in die Südtirolersiedlung nach Reutte; der jüngste Sohn Paul wurde 1949 geboren.12

Als „musikalischer Botschafter“ trug Fritz Engel den Namen Reutte in die Welt – ein Bild, das bis heute eng mit der Geschichte der Engelfamilie verbunden ist.4

Stubenmusik Tanzweisen Gesang Raffele · Hackbrett Film & Tonträger

Auf einen Blick

  • Region: Reutte/Außerfern (Tirol)
  • Über 3 Jahrzehnte als (volks)musikalische Botschafter Tirols unterwegs5
  • Besonderheit: bis zu über 60 Instrumente im Konzertbetrieb1
  • Filmbezug: „Sag ja, Mutti!“ (AT 1958) / „Die singenden Engel von Tirol“ (DE)7

Tipp: 2× Bühne/Familie, 1× Instrument‑Detail, 1× Landschaft.

Klang & Instrumente

Was die Engel‑Familie im Rückblick so außergewöhnlich macht, ist die Mischung aus Stubenmusik‑Tradition, Gesang und einem sehr breiten Instrumentarium. In einem Konzert konnten – je nach Programm – zahlreiche Instrumente zum Einsatz kommen.1

Überliefert sind u. a. Besetzungen und Stücke für Hackbrett, Blockflöte, Geige, das Hölzerne Glachter sowie die Raffele.8 Die Raffele gilt dabei als zentrales Klangzeichen alpenländischer Stubenmusik; das Österreichische Musiklexikon nennt die Engel‑Familie ein wichtiges Vorbild für ihre heutige Verwendung.10

Gestaltungs‑Idee: Wenn du Originalfotos bereitstellst, können wir diese Onepage auch als „Presse‑/Archiv‑Landingpage“ mit echter Bildsprache (Bühne, Instrumente, Reutte) finalisieren.

Typische Klangfarben

  • Weisen & Lieder (teils regional überliefert)
  • Tanzmusik: Walzer · Polka · Märsche
  • Stubenmusik‑Instrumente: Hackbrett · Raffele · Geige8
  • Programm‑Flexibilität (kleine & größere Besetzungen)

„Über drei Jahrzehnte lang in aller Welt (volks)musikalischer Botschafter Tirols.“5

— Oesterreichisches Musiklexikon online

Repertoire

Das Repertoire bewegte sich zwischen Tiroler Volksmusik, Tanzweisen und – je nach Anlass – auch klassischer Kammermusik. Das lässt sich u. a. an historischen Programmzetteln ablesen.6

Tiroler Volksmusik

Walzer, Polkas und Märsche – regional verankert und gleichzeitig bühnenwirksam arrangiert.

  • Nord‑, Süd‑ und Osttiroler Stücke6
  • Stubenmusik‑Kern & variable Erweiterung
  • Gesang als verbindendes Element

„Bergland“ & Konzertprogramme

Historisch dokumentierte Konzertprogramme kombinierten Volksmusik, Gesang und Instrumentalstücke.

  • Beispiel: „Programm Bergland“ (Archiv Wiener Konzerthaus)6
  • Raffele‑Marsch · Polkas · Walzer6
  • Moderations‑/Showelemente möglich

Kleines Hauskonzert

Im Konzerthaus‑Programm 1965 finden sich auch Werke aus Klassik und Moderne (z. B. Mozart, Boccherini, Ibert).6

  • Kammermusik‑Ausschnitte als Kontrast
  • Vielseitigkeit als Markenzeichen
  • Historischer Beleg: Programm 02.10.19656

Beispiel‑Ausschnitt (Wiener Konzerthaus 1965): „Raffele‑Marsch“, „Handwerkertanz aus Reutte“, „Heiterwanger Polka“, „Ehrwalder Walzer“ – neben Mozart/Boccherini/Ibert.6

Film

1958 erschien der österreichische Spielfilm „Sag ja, Mutti!“ (Uraufführung in Wien am 19.09.1958), der in Deutschland unter dem Titel „Die singenden Engel von Tirol“ verliehen wurde.7

In der Handlung begegnet das Mädchen Evi dem kleinen „Pauli“, der Teil der bekannten Musikantenfamilie Engel ist und im Film „ganze acht Instrumente spielen“ kann – ein erzählerischer Verweis auf den Klangreichtum, für den die Engel‑Familie stand.7

Video‑Platzhalter

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Kurzfakten

  • Originaltitel (AT): Sag ja, Mutti!7
  • Verleihtitel (DE): Die singenden Engel von Tirol7
  • Uraufführung: 19.09.1958, Wien7
  • Motiv: Musik als Familien‑ und Heimatbild

„… Teil der bekannten Musikantenfamilie Engel …“7

— filmportal.de

Noten & Tonträger

Neben historischen Schallplatten gibt es auch Projekte, die das Repertoire wieder zugänglich machen – als Notenausgaben und CD‑Veröffentlichungen.

Notenheft (1996)

„Wie es die Engel spielten“ (Tiroler Notenstandl, Heft 3): eine Sammlung von Volksmusikstücken, gespielt u. a. mit Hackbrett, Blockflöte, Geige, Hölzernem Glachter oder Raffele.8

  • Praxisnah für Stubenmusik‑Besetzungen
  • Instrumente & Form werden beschrieben8

CD‑Projekt (2012)

In Reutte entstand die CD „Aufgspielt – aber frisch und flott“. Laut Bericht wurde Material von alten Schallplatten neu aufgearbeitet; Verlag und Klarinettist halfen beim „Heraushören“ einzelner Stimmen.3

  • CD‑Vorstellung am 1. Mai im Reuttener Museum3
  • Repertoire‑Highlights wieder auf der Bühne

Literatur‑Tipp (1998)

Für tiefergehende Biografie‑ und Bilddokumentation wird häufig das Buch „Die Engel‑Familie. Musikanten aus Reutte in Tirol erobern die Welt“ (Silvia Albrich‑Warger, Haymon Verlag, 1998) genannt.9

  • Illustriert & chronikalisch aufgebaut9
  • Gut als Archiv‑Grundlage

Geschichte in Stationen

Aus öffentlich dokumentierten Eckdaten: von der Übersiedlung nach Reutte über die ersten Programme bis zum Ende der Konzertreisen.1

  1. März 1944

    Übersiedlung nach Reutte

    Fritz und Margarete Engel ziehen mit sechs Kindern von Innsbruck nach Reutte (Südtirolersiedlung).12

  2. 1946

    Erstes Hauskonzert

    Die Familie spielt ein erstes Hauskonzert – ein wichtiger Startpunkt auf dem Weg zur Konzerttätigkeit.1

  3. 1948

    „Engelkinder aus Reutte“ in Vils

    Erstes eigenständiges Konzertprogramm in Vils; später als Engel‑Familie bekannt.12

  4. Ende 1950er

    Tourneen in Europa

    Konzertreisen u. a. nach Österreich, Deutschland, Schweden, Norwegen, Spanien, Schweiz, Holland.1

  5. 1958

    Film „Sag ja, Mutti!“

    Filmbezug/Popularisierung im Heimatfilm‑Kontext; Verleihtitel in Deutschland: „Die singenden Engel von Tirol“.7

  6. 1965

    Archivbeleg Wiener Konzerthaus

    Programmzettel dokumentiert die Mischung aus Volksmusik und klassischem „Hauskonzert“.6

  7. 1960er/70er

    Übersee‑Tourneen

    Tourneen nach Asien, Süd‑ und Osteuropa sowie nach Australien und Südafrika.1

  8. 1982

    Ende der Konzertreisen

    In der Rückschau wird 1982 als Ende der Konzertreisen genannt; davor erlangte die Engelfamilie von 1946 bis 1982 Weltruf.1

  9. 2012–2014

    Wiederentdeckung & Jubiläum

    CD‑Projekt (2012) und Konzert‑Rückschauen („70 Jahre Engelfamilie in Reutte“, 2014).312

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